GV 2018: Stubenschreiber Heinz Niederhauser wird Ehrenmitglied

Heinz Niederhauser

Vorerst möchte ich dem Vorstand und den Stadtschützen für dir grosse Ehre  zur Ernennung zum Ehrenmitglied herzlich danken!

Mein Vater selig (René Niederhauser) trat im Jahre 1947 den Stadtschützen bei. In seinen 43 Jahren Mitgliedschaft bestritt er viele Schützenfeste, erreichte auch immer gute Resultate und Auszeichnungen und war auch viele Jahre „Chef des geselligen“ und Speaker beim traditionellen Stadtschützen-Lotto.

Noch als Schüler durfte ich die Faszination des Schiessens - bei den Stadtschützen - hautnah miterleben.


Immer wieder begleitete ich mein Vater ins Schützenhaus im Oberfeld in Osterundingen. Im Jahre 1964 hat er mich
überzeugt und ich mich dann entschieden, den Stadtschützen Bern beizutreten.

Begonnen hat alles mit dem Jungschützenkurs. Da habe ich gelernt, das Sturmgewehr zu kennen und zu be-
herrschen. Das kam mir dann auch in der Art.-RS zu gute, konnte ich doch das „Scharfschützenabzeichen"
erreichen. Als Jungschützenleiter habe ich dann mein Wissen den Jungschützen weiter gegeben.

Bei verschiedenen Schiessanlässen innerhalb und ausserhalb des Kantons Bern habe ich meine Schiesserfahrung
weiter ausgebaut. Auch wenn ich viele Jahre mit auf das Rütli reiste, geschossen habe ich nie.

Verschiedene Kranzresultate waren mir gelungen, auch zwei Meisterschaftsmedaillen sowie zwei schöne Wappen-
Scheiben durfte ich nach Hause nehmen (Eidg.Schützenfest in Thun 1969 (?) und dem Ausschießet  1973
( Willy Rutsch - Legat)

Beim Feldschiessen und dem Obligatorischen sass ich viele Stunden am Warnerpult oder stand als „Zeiger“ mit
den Kellen im Scheibenstand. Nicht vergessen anschliessend die feine Mehlsuppe und Wienerli im Stadtschützen-
Zelt auf der kleinen Grünwiese.

Bei den Stadtschützen geht es nicht nur um kämpferische Resultate, sondern auch um die lockere Geselligkeit.
Der Verein hat auch ständige Gruppen. So ging es nicht lange, als mein Vater mich zu der Gruppe „Näbu“ mitnahm.
Ich wurde von dieser  geselligen , aber auch „berüchtigen“ Gesellschaft voll aufgenommen. Das Stammloka
war das ehrwürdige Bürgerhaus. Irgend einmal wurde diese Gruppe aufgelöst und ich wechselte zu der Gruppe
„Morgenstärn“.

In der Zeit meiner Mitgliedschaft  feierten die Stadtschützen im Jahre 1993 ihr 175 Jahr-Jubiläum. Für diesen
Anlass durfte ich beim Entwurf und Ausführung zusammen mit der Firma Hugenin mitgestalten und mitarbeiten.
Im Jahre 1990 übernahm ich von Kurt Runterholz das Amt als Stubenschreiber. Es galt die wunderschöne Wappen-
Decke mit den Familien-Wappen der Ehrenmitglieder und Veteranen nachzuführen. Auch die Todesjahre mussten
nachgeführt werden. Zuerst im schönen Bürgerhaus und nach aufwendigen Zügelarbeiten jetzt im Allresto. Meine
erste Aufgabe war im gleichen Jahr das Anbringen des Todesjahres 1990 meines Vaters, René Niederhauser!
In Dieser Aufgabe als Stunbenschreiber gehört auch das Nachführen und Vorbereiten des Rütlibuches.

Meine letzte Schussabgabe war das Schlussschiessen im Oberfeld Ostermundigen. Dann gab ich mein Begleiter, das Sturmgewehr ab! Und das werde ich auch als Stubenschreiber spätestens im Jahre 2020 tun!

Mit kameradschaftlichem Gruss

Heinz

 

03.04.2018 / Daniela Czekalla