Jahresbericht 2019 des Oberschützenmeisters

Nach unserem ereignisreichen Jubiläumsjahr verlief das Schützenjahr 2019 wieder etwas ruhiger. Doch auch mit 201 Jahren sind wir noch lange nicht alt und müde und so nahmen wir wie gewohnt an vielen Schiessanlässen und Meisterschaften teil. Die historischen Schiessen sind dabei immer starke Fixpunkte in unserem Schützenkalender. 
Leider konnten wir zum letzten Mal das beliebte Neueneggschiessen bestreiten. Nach dem 100. Neueneggschiessen war Ende Feuer und eine schöne Schützentradition geht verloren. Aus mehreren Gründen hatte sich die Abgeordnetenversammlung entschieden das Neueneggschiessen zum letzten Mal durchzuführen. Schade!
Damit uns aber zu Beginn des Jahres nicht langweilig wird, haben wir beschlossen, zukünftig anstelle des Neueneggschiessen das historische Grauholzschiessen zu besuchen.

Wie sah es eigentlich mit dem geplanten 4. Sieg in Serie auf dem Rütli aus? Die All-Star Gruppe konnten wir dieses Jahr leider nicht mehr bilden. Nebst einem neuen Job, der die Teilnahme von Sabrina verhinderte, kann ich es mir immer noch nicht erklären, wieso wir es auch nur zugelassen haben, einen Schützen für eine Saison an eine andere Rütligruppe auszuleihen :-) Wir sind doch nicht im Eishockey?! Na ja, der Grund war, dass Marco seine Stammschützengesellschaft natürlich nicht hängen lassen konnte. Kniendschützen sind ja bekanntlich nicht gerade mehr so häufig zu finden. Aber zum Glück sind wir ja die Stadtschützen Bern und haben noch immer einen Kniendschützen gefunden. Leider konnten wir aber den Titel nicht noch einmal verteidigen und belegten dennoch hinter Aarau und St. Gallen den guten 3. Rang.

An den Schweizermeisterschaften gab es auch dieses Jahr für ein Stadtschützen Mitglied eine Goldmedaille. Und nein, der glückliche Schütze hiess diesmal nicht Fritz Rohrbach, welcher wiederum als Titelverteidiger im Karabiner 2-Stlg. Wettkampf antrat. Gewonnen hat, sozusagen ein Newcomer unter den 2-Stlg. Karabinerschützen und seit 2018 Stadtschützen Mitglied und Rütli-Becher Gewinner, Marco Nauer. Herzliche Gratulation! Mit 549 Punkten sicherte er sich den Sieg. Geholfen hat ihm hierbei sicher das fleissige Kniend-Training durch den Winter in unserer 10m Anlage.

Wie man sieht, kann in der 10m Anlage nicht nur stehend geschossen werden. 3 Scheiben sind fürs Kniend- und Liegendschiessen eingerichtet. Mit dem Luftgewehr kann man sich also schon bestens für die Aussensaison vorbereiten. Dies gilt natürlich auch fürs Pistolenschiessen.

Bei der Teilnahme an der Jahreskonkurrenz haben die Pistolenschützen die Gewehrschützen längst überholt. 16 Schützen haben die Jahresmeisterschaft geschossen und weitere 9 immerhin begonnen. So viele Pistolenschützen hatten wir schon lange nicht mehr. Gewehr Schützen wo bleibt ihr?!

Unsere Jung- und Nachwuchsschützen besuchten auch wieder fleissig unsere Nachwuchskurse. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen JS- und Nachwuchsleitern für ihren Einsatz bedanken! Ihr bildet die Grundvoraussetzung für unsere Schützenzukunft.

Herzliche Gratulation allen Schützinnen und Schützen zu euren kleineren und grösseren Erfolgen im Schützenjahr 2019! Vielen Dank auch, dass ihr unsere Gesellschaft fleissig an Anlässen in der ganzen Schweiz vertretet.

Gerne möchte ich alle unsere Mitglieder aufrufen, sich doch auch das ein oder andere Mal im Schiessstand zu zeigen. Auch wenn ihr gar nicht schiesst. Unsere Gesellschaft lebt auch von den Begegnungen zwischen Jung und Alt, aktiven und nicht aktiven Schützen. Neu gibt es im Riedbach wieder eine Schützenstube oben bei den Büroräumlichkeiten. Da wo es früher schon eine Schützenstube gab. Auch unser Stadtschützen Stammtisch der letztens im Rest. Beaulieu stand, befindet sich nun neu dort. Die Mittwochabendübungen in der Bittmatt laden ebenfalls zum gesellschaftlichen Beisammensein jeweils nach dem Schiessen ein.

Nun noch einen kleinen Ausblick fürs 2020. Zu Beginn der Saison werden wir in der Bittmatt unsere Trainings bestreiten. Der Schiessstand Riedbach öffnet erst am 18. April wieder. Bis dahin hat es die Stadt dann endlich geschafft, die Kugelfangkästen zu installieren und die Anlage zu sanieren. Seit Mitte Oktober 2019 konnten wir ja bekanntlich nicht mehr schiessen, obwohl nun erst Ende Januar mit dem Umbau begonnen wurde… Neu gibt es nur noch 40 Scheiben. Dafür mit neuer Polytronicanlage inkl. neuer Mutterscheiben und Elektronik. Die Schuld für schlechte Schüsse kann man dann also nicht mehr der Anlage geben :-)

Nun wünsche ich allen eine gute Saison 2020 und freue mich euch im Schiessstand und der Schützenstube anzutreffen.

„Guet Schuss“

Der Oberschützenmeister
Thomas Länzlinger

 

04.02.2020 / Victor Maeder