Einführung der Jungschützen ins Pistolenschiessen

Wie jedes Jahr im Jungschützenkurs der Stadtschützen Bern gab es auch im 2019 ein Morgen, der dem Pistolenschiessen gewidmet war. Um 08:00 Uhr in der Frühe trafen sich die versammelte Bande bestehend aus den Jungschützen und den Jungschützenleitern mit einem neuen offiziellen Mitglied, meiner Wenigkeit. Tristes Wetter, mit etwas Regen und einem kalten Wind hatte die Vorherrschaft über den Morgen. Die Jungschützen wurden in drei Gruppen aufgeteilt und auf die drei vorbereiteten Posten verteilt. Die «Hauptattraktion», das Pistolenschiessen, das Schiessen eines Nachwuchsstiches und ein kleiner Theorieteil über die Funktion des Stgw 90.

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Im 25m Pistolenstand war es in etwa genau so zügig wie im darübergelegenen 300m Stand. Die Truppe aufgestellter Lehrer warteten bereits auf die Jungschützen. Nach der Demonstration der geeigneten Schiessstellung und einer Anleitung im Umgang mit der Pistole, wie sie sicher zu handhaben ist, wie sie funktioniert und was es alles beim Ziel- und Abzugsvorgang zu beachten gibt, ging es zur ersten Übung in Form der Einnahme der Stellung und einiger Trockenschüssen. Ungefähr schulter- bis hüftbreit mit geraden Füssen hinstehen, um einen festen Stand zu garantieren, dann die Pistole in die starke Hand nehmen, Finger lang, die andere Hand unter den Pistolengriff zur Stütze, nicht halten oder festklemmen, sondern wirklich nur locker stützen, dann das Ziel anvisieren, die Pistole hochführen, über das Ziel, langsam reinkommen und mit dem Zielen beginnen, währenddessen ausatmen. Das Korn muss mittig und auf einer Höhe mit der Kimme sein. Den Druckpunkt deutliche fühlen und langsam durchziehen. Sobald das Geschoss den Lauf verlassen hat, unbedingt nachschauen, da jede kleine Bewegung den Schuss verziehen kann. Was eigentlich eine glatte 10 gewesen wäre, ist nun durch diese kurze Unkonzentriertheit eine verärgernde 8 geworden.

Zum Warmwerden und Üben gab es fünf einzelne Probeschüsse. Dann ging es ans Eingemachte, es wurde ernst. Das Programm bestand aus zehn Schüssen: Fünf Einzelschuss und fünf Schuss Serie. Denn einen lief es besser, den anderen weniger. Aber dank der grossartigen Betreuung der Pistolenschützenmeister, fielen die Resultate gar nicht einmal so schlecht aus.
Die einen oder anderen fanden grossen Gefallen am Pistolenschiessen. Die nächste Gelegenheit, ihr Können auf der etwas kürzeren Distanz zu zeigen, ist das Feldschiessen im kommenden Mai.

Nach Kursende stand noch ein gemütlicher und äusserst genüsslicher Mittag bevor. Der Grill wurde angeworfen und jeder konnte sein mitgebrachtes Fleisch draufschmeissen. Von der Wurst über die klassische Cervelat bis hin zum Hamburgerpattie war alles dabei. Dazu gab es Zopf, Süssgetränke und wer älter als Sechzehn ist, durfte sich auch ein kleines Bierchen genehmigen.

Alles in allem war es ein sehr lehrreicher und gelungener Tag, der sich nächstes Jahr hoffentlich im selben Masse wiederholt.   

Jungschützin & Jungschützenleiterin
Sabrina Tschabold

 

16.09.2019 / Daniela Czekalla