Murtenschiessen aus der Sicht einer Jungschützin

Ich war sehr begeistert an diesen Tag an diesen Ort zu sein und so viel zu erleben.
Es war ein Tag voller Erlebnisse und ich lernte viel und war sehr erstaunt dass so viele an diesem Tag dabei waren.
Alles begann damit das wir uns ganz früh am Morgen beim Westside trafen, dort kümmerten wir uns noch um die Verpflegung. Ich hatte ein kleines Zelt dabei und auch ein Kopfkissen, sowie ein Brett, Fleisch und Badesachen.
Auf der Reise bin ich dann eingeschlafen. Auch wenn es 15 Minuten waren, waren es die schönsten Minuten der Ruhe.
Als wir schliesslich ankamen und mit der Standarte voran liefen und unsere Gewehre um den Körper in ein mittelgrosses Restaurant eintraten, bestellen sich ein paar was zu trinken, während ich freudig und konzentriert auf mein Handy starrte und rumtippte.

Nach der kleinen Pause ging es los, wir liefen noch ein Stückchen weiter hoch, dort angekommen sahen wir viele Menschen und Leute mit grossen Instrumenten vor einem Tor stehen.
Sie unterhielten sich und warteten darauf das Bewegung in die freudige Menge kam.
Unsere Leiterin machte noch schöne Fotos und dann ging es schon los mit der Wanderung. Als erstes durchquerten wir die Stadt wo viele Menschen aus dem Fenster blickten und entweder nur schauten oder lachten.
Die Musik war super, ich unterhielt mich viel und merkte so langsam aber sicher, dass es sehr schnelle und sehr langsame Läufer in unsere Gruppe gab, und ich muss zugeben, zu dieser Zeit gehörte ich auch zu den langsamen den unsere Standarte, die die beiden tollen Jungs unseres Teams trugen, entfernte sich langsam aber sicher Schritt für Schritt aus unserem Blickwinkel.
Aber wir schafften es auch dahin, hätte man gedacht, dass schlimmste kam ja noch.
Ein Berg (heisst mal im normalen Stil es geht in die Höhe) ich dachte auf dem Weg nach oben, das Stunden vergangen wären.
Die Waffe die schon ein sattes Gewicht hatte drückte sich schon langsam an meine Schulter, 4-mal hatte ich es gewendet doch die Last war immer da wenn der nächste Schritt getan war.


Aber oben angekommen hatten wir bald ein schönes Plätzchen, wo wir dann in 2 er Gruppen eingeteilt wurden, weil je 2 immer auf eine Scheibe zielten. Ich war begeistert als es herauskam, dass mein Partner Nils war, er hatte so viel Elan und war voller Energie vor allem dann als doch die Frage kam wer von den 2 denn die Patrone mit Lippenstift anmalen soll. (Seine Antwort war nein ^^)

Das Wetter war am Morgen noch trüb und der Boden mit viel Tau, doch wir hatten so eine Plane wo man dann mit trockenen Po viele Leute beobachten konnten, viele die dort vortragen hatten wohl ihre eigene Zeit den es gab kleine bis sehr lange Vorträge.  Es wurde viel gesprochen auch von der Bibel und dann sangen wir die Hymne der Schweiz und ich muss gestehen ich hörte meine Stimme nicht mehr als alle auch Nils mit voller Kraft und Freude sang.

Entweder vor oder nach dem Schiessen hatte ich ein weiteres gutes Nickerchen es war sehr bequem und ich bin immer schnelle eingeschlafen, aber um was es hier wohl wirklich geht ist wohl unser Schiessen. Wir schossen von einem Hügel ca. 90 Meter auf eine Scheibe welche in einem sehr steilen Winkel war.

Unser Zielbild war nicht rund wie die im Schiessstand, sie waren eher mit einem schmalen schwarzen Balken besetzt und hatten noch 2 weitere graue Felder.
Eigentlich ganz simpel aber meine ersten Schüsse gingen in die andere Scheibe von unserem Team, deswegen war es nicht so schlimm.

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Schlimm war eher das meines tollen Partners, der hatte an diesen Tag die totale Pechsträhne gezogen, man hatte das so richtig erst durch den Tag erleben können, denn nach dem Schiessen waren wir noch was grillen und nach dem schwimmen im Murtensee.

Im Murtensee hatte sich Nils beim ersten Einstig kleine Verletzungen zugezogen, es war kein schöner Anblick, aber auch ich war nicht ohne Schmerzen nach der Badestunde herausgekommen.
Auch am Schluss als dann unsere Scheiben gegeben wurden kam es heraus das Nils nicht viel getroffen hatte. Er war sehr mitgenommen nach dieser Information.

Ich finde aber, dass er ein wirklich guter Schütze ist aus allem dem was ich an diesen Tag mit genommen habe war Nils die beste Lehre von allen die man auch so hinausgeben kann.

Es sollte allen zeigen, dass auch wenn man einen schlechten Tag hatte und denkt, dass man ein Idiot ist, dass man es nicht so sehen sollte dem jeder von uns ist einzigartig auch wenn etwas nicht auf einen Schlag funktioniert und man nicht die gleichen Fähigkeiten hat wie andere sollte man nicht mit hängendem Kopf durch die Welt ziehen denn, was bringt es schon Trübsal zu blasen.

Man sollte voraus blicken niemals aufgeben und immer glücklich sein denn auch wenn es für dieses eine Mal nicht funktioniert hat, so kann es sein das in vielen andern Situationen im Leben alles wunderbar ist und auch funktioniert den jeder wacht mal mit einem falschen Bein auf.

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von Kieu Sanh Vo (Jungschützin)

 

17.09.2017 / Daniela Czekalla